| Gegründet
wurde der Palmengarten 1868 in einer Zeit des Umbruchs: Im Jahre
1866 wurde die Freie Reichsstadt Frankfurt und Hessen-Nassau
preußisch, und so gab Herzog Adolph von Nassau seine Residenz
in Wiesbaden-Biebrich auf. Dort befand sich eine von ihm angelegte
große Sammlung exotischer Pflanzen, die nun zum Verkauf angeboten
wurde. |
 |
 |
| Die
Ausstellungshalle Sr. Munifizenz in Biebrich |
|
|
 |
| Heinrich Siesmayer |
 |
| In Frankfurt sah der
Handelsgärtner und Gartenarchitekt Heinrich Siesmayer (1817-1900) eine Chance, die von ihm schon seit längerem gehegte Idee eines
Südpalastes, eines Gesellschaftshauses für tropische Pflanzen, in die Tat umzusetzen. |
|
|
| Im Jahre 1868 gelang ihm die
Verwirklichung: am 6. Mai wurde eine Aktiengesellschaft ins Leben gerufen. Diese erwarb
die Pflanzensammlung des Herzogs und errichtete auf einem von der Stadt Frankfurt
überlassenen Gelände einen Garten mit einem großen Gesellschaftshaus, dem das
Palmenhaus angegliedert war. Die Arbeiten schritten rasch voran, und schon am 16. März
1871 konnte der Palmengarten - auf diesen Namen hatte man sich schnell geeinigt -
feierlich eröffnet werden. |
 |
| (weiter) |
|